SAP HANA2017-09-18T13:37:02+00:00
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Datenmodellierung für BW-on-HANA

Aufbau eines Business Warehouses in SAP HANA

Auswertungen finden im SAP BW in der Regel auf der Ebene von InfoCubes statt, um eine schnelle Verarbeitung zu gewährleisten. InfoCubes bilden bereits multidimensional strukturierte Daten und Datenbeziehungen ab. Mit SAP BW-on-HANA können Abfragen ebenso schnell auf der darunter liegenden Ebene von DataStore-Objects (DSO) erfolgen. InfoCubes sind häufig nicht mehr erforderlich.

Bei der Übertragung eines Business Warehouses auf SAP HANA besteht die Möglichkeit, bestehende InfoCubes in für SAP HANA angepasste InfoCubes zu überführen. Damit wird keine Überarbeitung der existierenden Datenmodellierung notwendig. Die optimierten Tabellen der angepassten DataCubes sorgen für eine gute Performance bei Abfragen.

Abfragen im SAP BW (BEx-Queries) sind nicht direkt auf InfoProvidern aufgesetzt, sondern vorzugsweise auf MultiProvidern, die Daten aus verschiedenen Datenquellen zusammenführen. Das dem BW zugrundeliegende Datenmodell lässt sich so bei Bedarf zur Integration neuer InfoProvider anpassen. BW-on-HANA nutzt den speziell für die Plattform entwickelten CompositeProvider, der die Datenmodellierung flexibilisiert und die Datenintegration beschleunigt.

Laufzeitintensive Vorgänge im Business Warehouse, zum Beispiel die Aktivierung von DSO-Requests, verlagert HANA in die HANA-Datenbank. Dort werden Prozesse nicht nur schneller verarbeitet. Es reduziert sich auch die Datenmenge, die zwischen BW-Server und Datenbank zu transferieren sind. Im Rahmen dieser als “Code Push-Down”-Prinzip bezeichneten Vorgehensweise erfolgen weitere Datentransformationen unmittelbar in der SAP HANA-Datenbank. Dies führt zu deutlich schnelleren Verarbeitungszeiten sowie zu einer Reduzierung der Last auf dem BW-Server.

Zur Abbildung von Daten mit allen Attributen und Beziehungen war im BW ein hoher Aufwand bei der Datenmodellierung erforderlich. Mit der Entwicklung eines zuverlässigen, stabilen Datenmodells war zwangsläufig der Aufbau einer Vielzahl von BW-Objekten verbunden. Statt dieser InfoObjekte und Transformationen verwendet BW-on-HANA nun weniger aufwendige InfoProvider in Form von “Open ODS Views”. Mit ihrer Hilfe ist der direkte Zugriff auf die Tabellen von Datenbanken möglich, ohne Zwischenschritte über InfoObjekte. Die Laufzeitberechnung erfolgt ebenso in SAP-HANA.

SAP-HANA verbessert daneben die Abwicklung aufeinanderfolgender Teilprozesse. Bestimmte Teilprozesse entfallen. SAP-HANA ignoriert noch vorhandene, aber nicht mehr erforderliche Schritte in vorhandenen Prozessketten. So ist es nicht mehr erforderlich, InfoCube-Indices aufzubauen beziehungsweise zu löschen oder Daten in ein Aggregat hochzurollen.

BIG DATA – große Datenmengen in SAP HANA

Fachleute verwenden die Bezeichnung Big Data für große Mengen an, in der Regel unstrukturierter Daten, die täglich unter anderem in sozialen Netzwerken entstehen. Daneben umfasst Big Data auch die Applikationen und Systeme, die Unternehmen die Analyse und Nutzung dieser Daten erlauben. Als Beispiel sei Hadoop, eine offene Software zur Datenspeicherung und -verarbeitung in verteilten Computersystemen, genannt.

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